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Das Beste kommt zum Schluss - Projekttage am Hans und Sophie Scholl-Gymnasium

Lena (Klasse 10d) ringt nach Luft, sie ist bereits 30 Sekunden unter Wasser und kämpft mit ihrem Gegner, der sie beim Unterwasserrugby auf den Schwimmbadboden drückt. Nur noch zwei Körbe, dann hat sie es geschafft! Niklas aus der 8c ist stolz auf sich: „Noch ein paar Maschen, dann ist die Mütze fertig.“ Sina (10c) lässt normalerweise nichts anbrennen, doch heute sieht das ein bisschen anders aus: Gibt es vielleicht doch keine Tapas?

Alle zwei Jahre, im Wechsel mit den Bundesjugendspielen und dem Projekt „Schüler unterrichten Schüler“ finden am Hans und Sophie Scholl-Gymnasiums in Ulm zum Ende des Schuljahres die Projekttage statt. Auch dieses Jahr verwandelt sich die Schule vom 19. bis zum 21. Juli in einen Lernort jenseits von Mathebüchern, Deutschlektüren und chemischen Formeln. 700 Schülerinnen und Schüler können aus 35 verschiedenen Projekten, die von Lehrern und Schülern oft gemeinsam organisiert und vorbereitet werden, auswählen. Viele davon finden in der Schule statt, andere jedoch auch in Ulm, um Ulm und um Ulm herum. Da ist für jeden etwas dabei.

Tausende von selbst bemalten Holzsteinen, jeder ein wenig kleiner als ein Smartphone, werden aufgestellt und ergeben so großformatige Motive. In nur 93 Sekunden fallen diese beim Projekt „Domino Day“ durch Anschubsen eines einzigen von ihnen um. Faszinierend. Einen Raum weiter lernen Schülerinnen und Schüler das Batiken. Dabei kreieren sie verschiedene Muster auf T-Shirts mit Hilfe von Gummis oder Wachs und tunken diese in Textilfarbe. Vielleicht war ja auch ein weißes T-Shirt von der „Nähwerkstatt“ dabei. Nicht nur Mädchen, sondern auch Jungs nähen hier Mäppchen, Röcke und Taschen, andere häkeln Mützen, Schals und Freundschaftsarmbänder. Begeistert wird an ihren kleinen Designerstücken gearbeitet. Beim „Filme lesen“ werden Filme angesehen, wie zum Beispiel „Der weiße Hai“ oder „Der Weg zur Schule“, um diese anschließend zu analysieren. Dabei wird auf viele Details wie Kamera, Licht und Filmmusik geachtet, die dem einfachen Zuschauer gar nicht bewusst auffallen. Im „Impro- Theater“ improvisieren Schüler und Schülerinnen in kleinen Gruppen Geschichten, deren Inhalt sie sich selbst ausgedacht haben. Dazu tragen sie Kostüme, die aus dem Theaterfundus der Schule ausgesucht werden und spielen ihre Interpretation den anderen vor. „Hier lerne ich frei zu sprechen und selbstbewusster aufzutreten“, meint Devleta aus der 5b. Beim Schulfest soll dann alles sitzen. „Bis dahin wird noch fleißig an den Szenen gefeilt“, ergänzt Thomas aus der 6a.

Um die Ecke finden musikalische Projekte statt: In der „Scholl-Band“ ist man kreativ. Die Musiker komponieren eine Scholl-Hymne. Verschiedene Notenfolgen werden aneinander gehängt und zu einem sommerlichen Song geschmiedet. Andere machen sich daran ihre Ideen für einen Abiballsong für ihren Schulabschluss im kommenden Jahr mit ihren Instrumenten umzusetzen. Verschiedene Melodien und bekannte Lieder werden verglichen und passend dazu schon ein paar Zeilen geschrieben.

Das Projekt „Türkisch für Anfänger“ stellt das Essen und die Sprache der Türkei vor. Dabei werden türkische Spezialitäten wie Sigara Böreki und Pide zubereitet. Außerdem wird ein muslimisches Gotteshaus, die Moschee in Söflingen, besucht. Die Mädchen verzieren ihre Hände mit der Kunstbemalung Henna. Zudem werden Grundlagen der Sprache und typische Tänze gelernt. Als Abschluss schauen alle gemeinsam den Film „Türkisch für Anfänger“ an. „Ich finde das Projekt super, da ich so einige türkische Redewendungen kennen lerne“, sagt Florian (8d) begeistert. Bei „cocina espanyola“ kochen die Schülern und Schülerinnen ein spanisches Drei-Gänge-Menü: „So etwas leckeres hab ich noch nie gegessen!,“ meint Sina (10c) und probiert noch einmal von der Tomatensoße, „jetzt überlege ich mir, in den Sommerferien nach Spanien zu fahren“. Lecker ist es auch im Projekt „Schülersnackbar“, das von der 8f initiiert wurde: Salate, Hamburger, Waffeln und Smoothies werden frisch zubereitet und sollen den Gästen auch beim Schulfest schmecken. Jonas (8f) findet das Projekt außergewöhnlich: „Ich habe mich dafür eingetragen, weil ich kochen lernen möchte, damit ich später alles selbst machen kann.“ Hungrig sind auch die Schüler nach dem Training des Projekts „Schlägersportarten“. Hier wird Tischtennis, Federball, Badminton und Tennis gespielt. Obwohl Martin (6a) schon seit einiger Zeit Tennis spielt, ist er überzeugt: „Hier lerne sogar ich noch etwas!“.

Einen guten Steinwurf von der Schule entfernt, in der ehemaligen Reithalle beim Ulmer Roxy, rollen die Skateboards. Und in Wiblingen  erlernen einige  Mädchen das Voltigieren: nach Trockenübungen auf dem Bock dürfen die Pferdenärrinnen auch aufs Pferd. Keine fällt vom Rücken der großen Tiere – welch’ Glück. Für die neu ausgebildeten Ersthelfer wäre das ein erster Einsatz: im Projekt „Erste Hilfe“ werden die Grundlagen zur Ersten Hilfe eingeübt. Auch typische Notfallsituationen wie ein Ohnmachtsfall oder ein Schock werden nachgestellt. Die Projektgruppe „SMV- DER FILM“ hat sich vorgenommen einen Werbefilm in der Stopp-Motion-Technik über die SMV am Scholl zu drehen und in „Brücke zwischen der Madaraka-Schule aus Tukuyu und dem Scholl Gymnasium“ wird die Partnerschaft zwischen den zwei Schulen und die Geschichte Tansanias den Schülern nahe gebracht.

 

Und dann ist da noch eine weitere Gruppe fleißig am Werk: Für die meisten sind deren Teilnehmer nahezu unsichtbar, sie tauchen kurz auf, drücken ein paar Mal die Auslöser ihrer Kameras, stellen ein paar Fragen und ziehen in den nächsten Raum weiter: das Projekt „Fotografie“ und „Presse“ berichtet über die gesamten Projekttage. Und so dürfen sich diese Schülerinnen und Schüler an den drei Tagen als Journalisten, Reporter und Fotografen fühlen – eine Erfahrung, die man auch nicht alle Tage machen kann. Das Beste kommt eben immer zum Schluss!

 

Laura-Marie Selig (8f), Mai Wy Ngo (10c) & Team PAG/ FAG

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