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Madaraka School in Tanzania (Afrika)

Zunächst kann man damit erst einmal wenig anfangen – Partnerschule in Afrika? Bedeutet das, die „reiche“ deutsche Schule schickt immer mal wieder den Erlös aus Kuchenverkauf, anderen Aktionen oder Spenden Geld an die „arme“ Schule nach Afrika?

Nein, das verstehen wir nicht unter einer Partnerschule. Hierbei handelt es sich nicht um ein soziales Projekt als hübsches Aushängeschild für unsere UNSECO Projekt Schule.

Es handelt sich um eine Partnerschule. Es geht um den Kontakt zwischen den Schulen, Kontakt zwischen den SchülerInnen und LehrerInnen. Es geht um den Austausch, um das Kennenlernen und das Lernen voneinander. Wir haben Kontakt zu Menschen, kennen ihre Namen und Gesichter, lernen ihre Geschichten kennen.

Das gegenseitige Verstehen der unterschiedlichen Situationen, mit ihren guten und schlechten Seiten (in beiden Ländern), das Beseitigen von Vorurteilen und teilweise sehr einseitigen Sichtweisen sind Ziele unserer Partnerschaft.

Dass wir im materiellen Sinn reicher sind und versuchen wollen, ihre Schulsituation zu verbessern, ist dabei lediglich ein Teil der Partnerschaft. Ein Kontakt auf Augenhöhe ist das Credo der Partnerschaft.

Wie ist das möglich?

Die Madaraka School steht in Tukuyu, einem für uns kleinen, für dortige Verhältnisse großen Dorf, im Südwesten von Tanzania.

Ca. 550 SchülerInnen werden von 24 LehrerInnen unterrichtet, Kotasi Mbwilo, ein sehr sympathischer und engagierter junger Mann, ist ihr Schulleiter. Madaraka ist eine Grundschule, in der SchülerInnen von der ersten bis zur siebten Klasse unterrichtet werden, ab der ersten Klasse gibt es Englischunterricht, je höher die Klassen, umso mehr Fächer werden in Englisch unterrichtet, da die zweite Amtssprache in Tanzania Englisch ist.

Eine Partnerschaft lebt und fällt mit regelmäßigem Kontakt.

Neben E-Mails und Briefen, bei denen die UNESCO AG eine tragende Rolle spielt, können wir „persönlicheren“ Kontakt über Besuche von Gästen aus Tukuyu und von Ulmern nach Tukuyu halten. Eine bestehende Partnerschaft mit Tukuyu und evangelischen Kirchengemeinden im Kirchenbezirk Ulm ermöglicht dies. Wir stehen im Kontakt mit der Partnerschaft und somit wird es leichter Briefe, Bilder und kleine Geschenke (wie beispielsweise Schulbücher o. ä.) direkt zu übermitteln.

Am 11.06. 2013 war eine Delegation aus Tukuyu bei uns am Scholl. Wir konnten Ihnen unsere Schule vorstellen und persönlich Briefe und Grüße zur Madaraka School bringen.

Vielleicht noch Zukunftsmusik, aber ein Besuch von unseren LehrerInnen und SchülerInnen in Tukuyu ist ein Ziel!